Die Kopftuchfrage in 1. Korinther 11: Eine historisch-exegetische und kirchengeschichtliche Untersuchung
Dieses Projekt untersucht 1. Korinther 11,2–16 in dreifacher Hinsicht. Zunächst wird der Text exegetisch erschlossen – mit besonderem Blick auf umstrittene Begriffe wie κεφαλή, κατακαλύπτω und die Engel-Referenz in Vers 10 sowie auf den historisch-kulturellen Kontext der korinthischen Gemeinde und der antiken Gesellschaft. Im zweiten Schritt wird die kirchengeschichtliche Rezeption des Textes nachgezeichnet: Wie haben Kirchenväter, mittelalterliche Theologie und die Reformation die Kopftuchanweisung verstanden und praktiziert – und wo beginnt die Praxis zu schwinden? Abschließend werden die gewonnenen exegetischen und rezeptionsgeschichtlichen Einsichten zusammengeführt, um zu einer begründeten Einschätzung zu gelangen, ob es sich um eine zeitgebundene kulturelle Konvention, eine schöpfungstheologisch verankerte Norm oder etwas dazwischen handelt.
Leitfrage
Was meinte Paulus in 1. Korinther 11,2–16 mit seiner Anweisung zur Kopfbedeckung, wie wurde dieser Text in der Kirchengeschichte rezipiert – und was folgt daraus für seine Auslegung heute?
Beiträge zu diesem Projekt sind in Vorbereitung.